Schwalben willkommen

 

Rauchschwalbe
Rauchschwalbe

Durch die intensive Landwirtschaft sowie durch Flächenversiegelung und durch Sanierungsmaßnahmen an Gebäuden geht den Schwalben allgemein immer mehr Lebensraum verloren. Auch in Thüringen ist der Schwalbenbestand in den letzten Jahren deutlich zurückgegangen. Wenn wir die Schwalben in unserer Landschaft erhalten wollen, müssen wir für diese Vögel wieder mehr Nistmöglichkeiten schaffen.

Im Rahmen der Aktion "Schwalben willkommen" des NABU-Landesverbandes Thüringen (► mehr hier) werden besonders schwalbenfreundliche Häuser mit entsprechenden Plaketten ausgezeichnet. Dies soll auch für die Leute ein Zeichen setzen, die die Schwalben bisher am liebsten vertreiben wollen.


Rauchschwalbennest
Rauchschwalben-Kunstnester in Kerspleben

Am 09.07.2018 wurde der Familie Schröter in Kerspleben eine NABU-Schwalbenplakette überreicht. Die Familie hat im Hof an einer windgeschützten Stelle drei Kunstnester für Rauchschwalben angebracht, von denen zwei in diesem Jahr besiedelt worden sind. Die Fütterung der Jungvögel wird von den Hausbewohnern mit großer Freude beobachtet.

Auch in der Brühlervorstadt wurden zwei Familien in benachbarten Häusern am 02.07. bzw. am 07.07.2018 mit Schwalbenplaketten ausgezeichnet. Dort haben zwei bzw. vier Mehlschwalbenpaare gebrütet.

Alle Thüringer Schwalbenfreunde können sich beim NABU um die Plakette bewerben, egal wie viele Nester am Haus sind.


Für die Erfassung der Schwalbenvorkommen im Stadtgebiet Erfurt einschließlich der Ortsteile benötigen wir Unterstützung. Bitte melden Sie uns Ihre Beobachtungen per E-Mail an nabu.erfurt(at)t-online.de oder rufen Sie uns an unter 036203/ 60038.


► Tipps zur Schwalbenhilfe

► Schwalbenporträts


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Lebensraum Kirchturm

 

Junge Dohlen

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Turmfalken, Dohlen, Schleiereulen und Fledermäuse nutzen Kirchtürme und andere Gebäude in Städten und Dörfern gern als Ersatz für natürliche Bruthöhlen in Felsen oder Bäumen. Die Brutmöglichkeiten in den Siedlungen gehen jedoch zunehmend verloren. Oft werden bei Sanierungen von Kirchtürmen Einfluglöcher oder Brutnischen verschlossen oder Gitter bzw. Netze zur Abwehr von Tauben eingesetzt.

Ziel der Aktion „Lebensraum Kirchturm“ des NABU ist es, die Nistplätze für bedrohte Arten zu erhalten und renovierte Kirchtürme wieder als Lebensraum zu öffnen, indem dort Nistkästen angebracht werden. Kirchengemeinden, die sich besonders für den Artenschutz einsetzen, werden mit einer Urkunde ausgezeichnet und erhalten eine Plakette, die sie an ihrer Kirche befestigen können.

Am 12.07.2018 wurde vom NABU Erfurt die Plakette „Lebensraum Kirchturm“ an die Kaufmannskirche für vorbildliches Engagement im Artenschutz verliehen. Dr. Martina Ludwig (Gemeindekirchenrat) und Dr. Jürgen Witthauer nahmen die Auszeichnung für die Kirchengemeinde entgegen.

Bei der Plakettenverleihung

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Im Turm der Kaufmannskirche gibt es seit einiger Zeit acht Nistkästen für Dohlen und einen für Turmfalken. In diesem Jahr haben dort fünf Dohlenpaare und ein Turmfalkenpaar erfolgreich gebrütet.

Das Brutgeschehen in der Kaufmannskirche wie auch in einer Vielzahl weiterer Erfurter Kirchen wird von Mario Richter und Lutz Linhart von der Erfurter ornithologischen Fachgruppe jedes Jahr dokumentiert. Die beiden Vogelfreunde führen dort auch die aufwändige Nistkastenreinigung durch – das alles in ehrenamtlicher Arbeit.


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Greifvogelschutz

 

Greifvögel durch gezielte Verfolgung und Baumfällungen bedroht – der NABU Erfurt bittet um Mithilfe

Der NABU Erfurt führt seine Dokumentierung der Greifvogelhorste im Erfurter Stadtgebiet auch in diesem Jahr fort. Greifvögel sind faszinierende Tiere, sie ziehen unseren Blick allein schon durch ihre Größe und ihr Verhalten in Bann. Sie sind für uns ein Symbol für Macht, Erhabenheit und Stärke. Zudem sind sie überaus nützlich, da zu ihrem Beutespektrum beispielsweise Wühlmäuse und Insekten gehören, die wirtschaftlich großen Schaden anrichten können. Da sie oft kranke oder schwächliche Tiere erbeuten und Tierleichen beseitigen tragen sie auch zum biologischen Gleichgewicht bei.

Doch eine intensive Bejagung führte zusammen mit der Wirkung von Umweltgiften und Störungen in den Brutgebieten zum großräumigen Zusammenbruch vieler Greifvogelbestände. So stehen viele Greifvogelarten seit Jahren auf der Roten Liste der in Deutschland gefährdeten Tierarten. Dank einer ganzjährigen Schonzeit, dem Verbot von DDT und anderen gefährlichen Pestiziden sowie wirksamer Schutzmaßnahmen konnten sich die Bestände einiger Arten, wie Wanderfalke, Rotmilan und Sperber, wieder einigermaßen erholen.

Rotmilan
Rotmilan am Horst

Diese positive Entwicklung gibt jedoch keinen Anlass zum Aufatmen. Neben der gezielten illegalen Bejagung und Vergiftung von Greifvögeln kommt es auch immer wieder zum Fällen von Bäumen mit deren Nestern oder zur meist spurlosen Beseitigung der Horste. Oder brütende Greifvögel werden vorsätzlich gestört, um einen Bruterfolg zu verhindern.

Die Horste von Greifvögeln sind durch das Bundesnaturschutzgesetz ganzjährig geschützt. Eine Fällung von Greifvogelnistbäumen ist deshalb auch außerhalb der Brutzeit nur mit einer Ausnahmegenehmigung möglich. Dennoch werden häufig Tatsachen geschaffen, was auch durch die in Erfurt geltende Baumschutzsatzung nicht in jedem Fall verhindert wird.

Der NABU Erfurt möchte zum Schutz der Vögel die bestehenden Greifvogelnistbäume im Gebiet von Erfurt dokumentieren. Dazu brauchen wir Ihre Unterstützung.

Wenn Sie an Ihrem Wohnort oder auf Ihren Ausflügen Bäume mit Greifvogelhorsten sehen, notieren Sie sich bitte möglichst genau den Standort und melden Sie diesen an den NABU Erfurt (► Kontakt). Wir werden uns dann den Baum ansehen, fotografieren und eine entsprechende Meldung an die Untere Naturschutzbehörde weiterleiten.

Helfen Sie uns, der illegalen Zerstörung von Lebensräumen entgegenzuwirken und einen Beitrag für die Erhaltung unserer heimischen Vogelfauna zu leisten.

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Nisthilfen für Wasseramseln

 

Wasseramsel
  © Peashooter / PIXELIO

Wir wollen uns um bereits vorhandene Nistkästen kümmern und weitere anbringen. Die Nistkästen werden unter Brücken befestigt. Sie haben eine spezielle Bauform und die Öffnung muss in Fließrichtung des Gewässers zeigen. Die Nisthilfen werden auch von Gebirgsstelzen und anderen Singvögeln angenommen.

Alle Kästen müssen regelmäßig kontrolliert und gereinigt werden. Die Reinigung soll einmal jährlich im Herbst stattfinden. Die Brutkontrolle erfolgt je nach Witterung in den Monaten März-Mai.

Man braucht für die Arbeit eine Wathose. Vom Ufer aus kommt man an die Nistkästen nicht heran. Auch Gummistiefel reichen nicht aus.

Wir haben im vergangenen Herbst ca. 70 Brücken in Erfurt nach verschiedenen Kriterien auf Eignung für das Anbringen von weiteren Nisthilfen für Wasseramseln untersucht. Unter zusätzlicher Berücksichtigung der Reviergrößen der Vögel haben wir im Oktober 2016 einige Brücken für das Projekt ausgewählt und bei der Stadtverwaltung einen entsprechenden Antrag gestellt. Mitte März 2017 gab es dann endlich grünes Licht und es konnten sechs neue Nistkästen angebracht werden. Leider kommt das für die Brutsaison 2017 wahrscheinlich um etwa drei Wochen zu spät.

Unter anderem am NABU- Infostand beim Flussbadetag 2015 in Erfurt wurde für Wasseramsel- Patenschaften geworben - leider bisher ohne Erfolg. Es werden weiterhin Helfer gesucht! Zwei Wathosen können wir für die Arbeit zur Verfügung stellen.

Interessante Informationen zur Wasseramsel finden Sie ► hier

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Winterquartiere für Igel

 

Igel
  © Sabine Geißler / PIXELIO

Wir kümmern uns um die Erhaltung natürlicher Winterquartiere für die Igel und beschaffen zusätzlich Igelhäuser.

Yvonne Schneemann hat im Herbst 2015 zusammen mit Schülern der Regenbogenschule zwei Igelhäuser gebaut und im angeschlossenen Kindergarten aufgestellt.

Igelstunde

Am Mittwoch, dem 31.08.2016, gab es eine gemeinsame NABU- und NAJU-Gruppenstunde zum Thema "Igel". Die Igel-Beraterin Frau Thiers war aus Suhl gekommen und hatte ihren Igel mitgebracht. Sie erzählte viel Interessantes über den Igel und seine Lebensgewohnheiten. Anschließend wurde noch ein Igelhaus gebaut, in dem ein glücklicher Igel den Winter verbringen kann.

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Schutz der Wildbienen

 

Blaue Holzbiene
Blaue Holzbiene

Einer unserer Aktiven hat das Projekt "Schutz der Wildbienen" initiiert. Dabei stellt er die Vielfalt der Arten von Wildbienen sowie deren Lebensweise Schulklassen verschiedener Schulen in praktischer Anschauung vor. Diese wichtige Umweltbildungsarbeit mit Kindern, die großen Anklang gefunden hat, wollen wir fortsetzen und weiter ausbauen.

Es gibt in Deutschland ca. 560 Wildbienenarten. Sie sind wichtig für die Bestäubung der Blütenpflanzen. Jede zweite Wildbienenart ist aber in ihrem Bestand gefährdet. Deshalb müssen wir etwas für die Stabilisierung der Populationen tun.

Dazu dient vor allem auch die Anlage von Wildblumenwiesen und Blühstreifen. Das wollen wir entsprechend unserer Möglichkeiten befördern. Es besteht somit eine enge Verbindung zu dem Projekt "Naturnahe Grünflächen".

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Naturnahe Grünflächen

 

Blumenwiese

Wir wollen mehr Natur und größere Artenvielfalt im Stadtgebiet durch Blumenwiesen, Blühstreifen, Totholz und Laubhaufen, d. h. durch extensive Pflege von Grünflächen und Parks.

Dazu haben wir bisher eine Wohnungsbaugenossenschaft, eine staatliche Einrichtung sowie drei Firmen angeschrieben, und versucht, sie davon zu überzeugen, ihre Rasenflächen - zumindest teilweise - in Blumenwiesen umzuwandeln, bisher leider ohne Resonanz.

Ein Anfang ist nun gemacht mit einem Blühstreifen am Rande des Sportplatzgeländes in Kerspleben. Dazu musste ein entsprechender Pachtvertrag mit dem Erfurter Sportbetrieb abgeschlossen werden.

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Baumschutz

 

Bäume an der Krämerbrücke

Uns geht es um die Erhaltung von alten Bäumen, die Durchsetzung von Neu- und Nachpflanzungen, eine bessere Bürgerbeteiligung und Beteiligung der Umweltverbände.

Wir haben uns in öffentlichen Stellungnahmen für den Erhalt der Bäume an der Krämerbrücke und für Ausgleichspflanzungen innerhalb der Stadt Erfurt wegen des Baus der Multifunktionsarena eingesetzt.

In den Gemarkungen Kerspleben und Töttleben haben wir eine Erfolgskontrolle der Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen der letzten Jahre durchgeführt.
Für abgestorbene Bäume haben wir, zum Teil mit Erfolg, Nachpflanzungen gefordert.

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Arbeitseinsätze

 

Wir räumen auf - Müllbereinigung am Pfingstbach (14.10.2017)

 

Müllberäumung
Ein alter Traktorreifen wird ausgegraben

Das Wetter meinte es gut mit all den freiwilligen Helfern, die sich am 14. Oktober zur Müllberäumung am Pfingstbach in Niedernissa trafen. Initiiert vom NABU Erfurt, riefen dazu außerdem die BUND-Jugend Thüringen und die Naturschutzjugend Thüringen auf. Dem Aufruf folgten vor allem Anwohner der umliegenden Gemeinden, darunter auch der Ortsverein von Niedernissa. Unterstützt wurden wir vom Erfurter Umwelt- und Naturschutzamt sowie vom Garten- und Friedhofsamt, welche den Container stellten und die Kosten für die Entsorgung übernahmen.

Der Pfingstbach ist ein naturnaher Bach, der von Niedernissa Richtung Urbich in den Linderbach fließt. Dort räumen seit mehreren Jahren SchülerInnen der Gemeinschaftsschule Urbich den Müll aus dem Bach heraus. Da ein erheblicher Teil des Unrates aber immer wieder vom Pfingstbach angespült wird, die Schüler sich bei ihren Aktionen jedoch nicht bis dorthin vorarbeiten können, baten uns Anwohner aus Urbich um Unterstützung.

Müll
Es kam eine Menge Müll zusammen
Jahrzehntelang wurde der Pfingstbach als Müllhalde missbraucht; vom ausgebeulten Henkeltopf bis zum Traktorreifen wurde alles, was nicht mehr gebraucht wurde, hier illegal entsorgt. Führt der Pfingstbach im Frühjahr Wasser, laichen Grasfrösche und Erdkröten zwischen rostigem Schrott und Plastikmüll. Neben der Beeinträchtigung des Lebensraums von Vögeln, Fischen und Amphibien sowie der Verschandelung des Landschaftsbildes behindert der Müll auch den Durchfluss und erhöht somit die Hochwassergefahr.

Obwohl wir einen erheblichen Teil des Mülls aus dem Bach herausholen konnten, ist es trotz der zahlreichen helfenden Hände nicht gelungen, ihn vollständig zu beseitigen.

Schrott
Ein Haufen Schrott wurde aus dem Bachbett geholt
Im Bachbett befindet sich u. a. noch eine alte Badewanne, die sich nur mit Hilfe von Technik herauslösen lässt. Hier mahnen wir als Verbände die Stadt Erfurt an, ihrer Aufgabe der Gewässerunterhaltung nachzukommen. Wenn dies bislang aufgrund eines eklatanten Personalmangels der zuständigen Abteilung nicht möglich war, müssen ausreichende finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt werden, um dem Abhilfe zu schaffen. Bevor die Stadt über Ausgaben für neue und zum Teil fragwürdige Projekte nachdenkt, hat sie ihrer Verantwortung nachzukommen, woran sie per Gesetz gebunden ist.

Yvonne Schneemann


 

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So können Sie uns unterstützen:

 

Rauchschwalben

Hilfe für die Schwalben

Melden Sie uns Vorkommen von Schwalben (Nester) mit Straße und Hausnummer und dulden Sie Schwalbennester an Ihrem eigenen Haus!

► mehr

 

Mäusebussard

Schutz der Greifvögel

Beobachten Sie Ihre Umgebung und teilen Sie uns die genaue Lage von Greifvogelhorsten mit! Auch Beeinträchtigungen von Brutstätten bitten wir uns zu melden!

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Wasseramsel

Nisthilfen für Wasseramseln

Übernehmen Sie die Patenschaft für ein Wasseramsel-Brutpaar (jährliche Brutkontrolle und Reinigung eines Nistkastens)!

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NABU Thüringen

NABU Thüringen

► Gruppen vor Ort

 

NABU-Bundesverband

NABU Bundesverband

Interessante Beiträge des NABU-Bundesverbandes

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NABU-Netz

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Das gemeinsame Netzwerk für alle Aktiven in NABU und NAJU

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