Schotterung am Linderbach

Blinder Aktionismus beim Hochwasserschutz

 

Pressemitteilung des NABU Erfurt vom 07.02.2018

 

Im Zeitraum Dezember 2017 / Januar 2018 wurde der Linderbach im Bereich Kleinmölsen / Großmölsen ausgebaggert und die Ufer wurden mit Schotter befestigt. Nachdem bereits 2015 und 2016 am Linderbach in Kerspleben und Töttleben von der Stadtverwaltung Erfurt sogenannte Gewässerunterhaltungsmaßnahmen durchgeführt worden waren, hat die Verwaltungsgemeinschaft Gramme-Aue diese Natur zerstörerische Aktion nun fortgesetzt.

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Da wo der Schotter anfängt, verläuft ungefähr die Stadtgrenze von Erfurt. Im Hintergrund sieht man noch den vorher vorhandenen Uferbewuchs und vor allem vielfältige Bachsohle und Bachufer. Aber auch dort fehlen schon die alten Weiden, die bis April 2015 dort standen.

In aller Regel begründet man dieses höchst fragwürdige Handeln mit dem Hochwasserschutz. Die Fließgeschwindigkeit des Baches soll erhöht werden. Dabei ist seit langem bekannt, dass dadurch bei Hochwasser die Katastrophen an den Unterläufen der Flüsse, in diesem Fall an Saale und Elbe, verschlimmert werden. Aber auch am Ort der Gewässerbaumaßnahmen selbst erhöht sich die Gefahr, dass sich die Schäden für die Anwohner bei sehr hohem Wasserstand durch die Wucht des Wassers verstärken. Dabei ist zu bezweifeln, ob die Befestigung mit grobem Steinwurf überhaupt zu einem verbesserten Abfluss führt. Im konkreten Fall hätte eine behutsame Aufweitung des Abflussprofils verbunden mit einem niedrigen Wall zwischen Bach und Bebauung viel eher zur Reduzierung der Hochwassergefahr geführt.

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Die Stümpfe der Weiden auf der Erfurter Seite im April 2015.

Am effektivsten für den Hochwasserschutz ist die Schaffung von Überflutungsflächen – keine neue Erkenntnis, sondern in vielen Fachbeiträgen nachzulesen. Das bedeutet auch, dass zu einem gewissen Teil Ackerland in Grünland umgewandelt werden müsste. Da stellt sich natürlich die Frage nach dem finanziellen Ausgleich für die Agrarbetriebe. Aber diese Kosten muss man auch den Finanzen gegenüberstellen, die ansonsten für die Beseitigung der Hochwasserschäden gebraucht werden.

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Das Ergebnis der „Gewässerunterhaltungsmaßnahmen“ im Gebiet von Kleinmölsen. Hier haben ebenfalls Weiden gestanden.

Überall geht der Trend in Richtung Renaturierung bzw. Revitalisierung der Fluss- und Bachläufe, aber in Erfurt und im Kreis Sömmerda hat sich das scheinbar noch nicht herumgesprochen, da geht es noch anders herum. Die Verantwortlichen sollten sich intensiver mit dieser Thematik befassen, ehe sie in blinden Aktionismus verfallen. Es ist absurd, alte Weiden, die eine natürliche Uferbefestigung darstellen, zu beseitigen und durch Schotter zu ersetzen. Lediglich parallel zur Straße „Am Bach“ in Kleinmölsen sowie an der Straßenbrücke und der Feldwegbrücke, im unmittelbaren Umfeld von Widerlagern, kann die Schotterung zum Schutz der Bauwerke sinnvoll sein. Gefährdungen von Bebauung oder Infrastruktur durch eventuell auftretende Ufererosion sind in allen anderen vom Ausbau betroffenen Bereichen weder zu erkennen noch zu befürchten. Die Verhinderung von Uferabbrüchen an den Prallhängen durch Verbaumaßnahmen führt zu einer verstärkten Sohlenerosion und somit Vertiefung des Baches, verbunden mit einer Gefährdung der Stabilität der übrigen Uferbereiche.

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So hat das mal ausgesehen. Es ist die gleiche Stelle, die das vorige Bild zeigt. Warum mussten die Weiden mit Stumpf und Stiel beseitigt werden?    ► weitere Fotos

Abgesehen von dem geringen Effekt für den Hochwasserschutz, entstehen durch diese massiven Eingriffe in die natürlichen Wasserläufe immense Schäden an der Natur. Die Kleinlebewesen in dem Gewässer werden dabei nahezu komplett ausgeräumt. Der Eisvogel und andere Vögel finden keine Nahrung mehr. Die vorher vorhandene, vielfältige Gewässerstruktur, wozu auch Inseln und Flachstellen gehören, wird zerstört. Es muss daran gedacht werden, dass die Fließgewässer von einer Vielzahl besonders geschützter Tier- und Pflanzenarten besiedelt werden. Aber Weiden und andere Bepflanzungen der Uferbereiche bieten nicht nur Lebensräume für die Tierwelt, sie beleben auch das Ortsbild, speichern Wasser und bieten Schutz gegen Oberflächeneinträge.

Bernd Krüger / Martin Schmidt

 

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Bebauungsplan ALT614 "Am Hügel"

 

Pressemitteilung des NABU Erfurt vom 15.01.2018

 

Im Bereich Huttenplatz / Am Hügel soll eine Baulücke geschlossen werden. Wo derzeit Brachflächen als Parkplätze genutzt werden, sollen zukünftig neue Wohnhäuser und ein Parkhaus entstehen. Das ist zunächst einmal begrüßenswert. Aber warum muss dafür beinahe der gesamte Baumbestand weichen? Von den derzeit 37 Bäumen, darunter einige von beachtlicher Größe, sollen nur fünf belassen werden.

Eine bauliche oder technische Notwendigkeit besteht keineswegs. In diesem Planungsstadium können die Baufelder ebenso gut so abgesteckt werden, dass die gesunden Bäume erhalten bleiben. Doch mit größter Leichtfertigkeit wird davon ausgegangen, dass ein alter Baum durch einen neuen ersetzt werden kann. Dies ist aber mitnichten so! Aufgrund der Trockenheit schafft es ein Teil der neu gepflanzten Bäume nicht einmal anzuwachsen, trotz immer häufigeren Wässerns, bis sie ihre volle Größe erreichen, vergeht ein halbes Menschenleben.

Aber genau diese großen Bäume werden gebraucht. Nicht nur von Amsel, Drossel, Fink und Star sondern von uns. Denn sie machen das Leben in der Stadt erträglich, indem sie Sauerstoff produzieren, Staub filtern, Schatten spenden, Schall dämmen und eine Atmosphäre des Wohlbefindens schaffen.

Diese Lebensqualität ist für uns essentiell und sollte in bestehende wie in zukünftige Planungen als harter Fakt eingehen.

Yvonne Schneemann

 

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Windenergie-Vorranggebiet W-14 Schwerborn / Kerspleben (04.12.2017)

 

Die Windenergie spielt eine bedeutende Rolle bei der Erzeugung erneuerbarer Energien und für die Erreichung von Klimaschutzzielen. Der weitere Ausbau der Windkraft erfordert aber die Lösung aller technischen Probleme, insbesondere des Problems der Energiespeicherung und er darf nicht zu Beeinträchtigungen von Wohnsiedlungen führen und nicht zu Lasten von Natur und Landschaft gehen.

In seiner Stellungnahme zur Änderung des Regionalplanes Mittelthüringen, 2. Entwurf des Sachlichen Teilplanes „Windenergie“ vom 05.09.2017, hat der NABU Kreisverband Erfurt darauf hingewiesen, dass durch die Ausweisung der Vorrangfläche W-14 erhebliche artenschutzrechtliche Konflikte entstehen.

Windkraft
  © Manfred Mazi / PIXELIO

Die Vorrangfläche liegt in einem Rotmilangebiet mit ausgesprochen hoher Dichte der Brutvorkommen, wo ebenfalls Schwarzmilane heimisch sind. Der Rotmilan und der Schwarzmilan gehören zu den streng geschützten Vogelarten. Für den Schutz und Erhalt des Rotmilans trägt Deutschland eine ganz besondere Verantwortung, da über die Hälfte des weltweiten Bestandes in Deutschland brütet.

Kollisionen mit Windkraftanlagen sind, neben der Intensivierung der Landwirtschaft, eine wesentliche Ursache für den Bestandsrückgang des Rotmilans in den letzten Jahren. Der Rotmilan ist das zweithäufigste Kollisionsopfer an Windkraftanlagen. Die Kollisionsgefahr erhöht sich mit der Ausdehnung und der Dichte der Windkraftanlagen. Aus diesem Grund sind bei der Ausweisung von WEA-Vorranggebieten die Populationen des Rotmilans besonders zu berücksichtigen, um seinen Bestand zu erhalten.

Innerhalb der Gemarkungen Schwerborn, Kerspleben und Töttleben, die nahezu die gesamte Vorrangfläche W-14 abdecken, wurden in den letzten beiden Jahren fünf Brutvorkommen des Rotmilans und zwei Brutvorkommen des Schwarzmilans festgestellt. Innerhalb eines Betrachtungsraumes von 4000 m Radius rings um die Vorrangfläche W-14 gibt es außerdem vier bekannte Schlaf- bzw. Rastplätze des Rotmilans, wo bis zu 60 Individuen gezählt wurden. Des Weiteren existieren in dem Betrachtungsraum weitere drei Horste des Rotmilans sowie ein Horst des Schwarzmilans. Es ist häufig zu beobachten, dass sich Rotmilane im Bereich oder nahe der Vorrangfläche zur Nahrungssuche niederlassen oder die Vorrangfläche überqueren. Im Winter wurden mehrfach größere Gruppen von Rotmilanen (bis zu 15 Individuen) gesichtet, die die Vorrangfläche überflogen haben.

Rotmilan
  Rotmilan      © Gabriela Neumeier / PIXELIO

Von der TLUG wird ein Abstand der Windenergieanlagen (WEA) zu Brutvorkommen des Rotmilans von 1500 m empfohlen - entsprechend der Abstandsempfehlungen der Vogelschutzwarten der Länder („Neues Helgoländer Papier“). Innerhalb der Vorrangfläche W-14 können diese Abstände nicht eingehalten werden. Auch eine Verschiebung der Fläche ist wegen der Siedlungsnähe nicht möglich.

Neben Rotmilan und Schwarzmilan kommt als weitere WEA-sensible Vogelart der Baumfalke vor. Das gesamte Vorranggebiet W-14 befindet sich gemäß „Avifaunistischem Fachbeitrag zur Fortschreibung der Regionalpläne 2015 – 2018“ der TLUG in einem Dichtezentrum des Baumfalken. Dichtezentren dienen dem Erhalt der Population WEA-sensibler Arten und sind daher von WEA grundsätzlich und nicht nur weitestgehend freizuhalten.

Wegen der hohen Dichte an Brutvorkommen des Rotmilans, des Schwarzmilans und des Baumfalken innerhalb und in der näheren Umgebung der Vorrangfläche W-14, sowie wegen der hohen Frequentierung dieses Gebietes insbesondere durch den Rotmilan bei der Nahrungssuche und beim Aufsuchen von Schlaf- und Rastplätzen fordern wir mit Nachdruck, die artenschutzrechtlichen Vorgaben zu beachten, um eine erhebliche Beeinträchtigung der Populationen der genannten Arten zu vermeiden. Deshalb muss die Ausweisung des Vorranggebietes W-14 für eine Erweiterung der Windkraftanlagen abgelehnt werden.

Bernd Krüger

 

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Ein neuer Radweg am Flutgraben?

 

Position des NABU Erfurt zum Vorhaben der Stadt (10.08.2017)

 

Braucht Erfurt einen neuen Radweg? Einen? Gleich mehrere Strecken stellen für RadfahrerInnen seit Jahren ein Problem dar, beispielsweise die Franckestraße und die Schlachthofstraße. Lösungen für diese und weitere Abschnitte legte die Stadt bereits 2015 in dem ► Radverkehrskonzept vor.

Während die Stadt mit der Umsetzung dieses Konzeptes auf sich warten lässt, verfolgt sie jetzt die Idee, entlang des Flutgrabens einen schnellen Radweg bauen zu lassen. Damit wird zwar keines der dringlichen Probleme des innerstädtischen Radverkehrs gelöst, aber die geordnete "Erschließung", "Zugänglichkeit" und "Erlebbarkeit" des Flutgrabens ist schon lange in der Diskussion und der aktuelle Hype um schnelle Radwege und Radautobahnen bietet einen willkommenen Anlass, dieses Thema wieder aufzugreifen. Und es ist eine bequeme Alternative zu den Vorschlägen des Radverkehrskonzeptes, umgeht man doch jegliche Konflikte mit dem Autoverkehr.

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Diese urige Idylle wäre mit dem Radweg passé. Überhängende Äste sind aus Gründen der Verkehrssicherheit untragbar.

Brauchen wir diesen Radweg? Wir meinen, nein! Er wird die Verkehrssituation für RadfahrerInnen kaum entspannen. Sein Streckenabschnitt ist zu kurz, um wirklich eine Nord-Süd-Verbindung zu schaffen. Die Zufahrten werden auf Grund der unvermeidlichen Steigungen am Anfang und Ende insbesondere für Räder mit Anhängern beschwerlich bleiben. Da er nicht beleuchtet wird, beschränkt sich seine Benutzbarkeit, bei vorhandenen oder drohenden Hochwasserlagen bleibt er gänzlich gesperrt.

Die Kosten dafür sind enorm: 2,2 Mio. € Baukosten, 22.000 € jährliche Unterhaltungskosten und ab einem Hochwasserereignis, das durchschnittlich alle zwei Jahre auftritt, 50.000 € Sanierungskosten. Zwar wird beteuert, dass der Bau nicht aus der Stadtkasse finanziert werden soll, sondern über Fördergelder, aber auch diese zahlen wir Steuerzahler. Die Instandhaltungskosten verbleiben bei der Stadt, die sich in der immer wiederkehrenden angespannten Haushaltslage entscheiden muss, ob es nicht vielleicht doch Wichtigeres zu bezahlen gibt.

Neben den monetären Kosten entstehen weitere Verluste: Schätzungsweise 30 % der Bäume müssen für den Bau gefällt werden, weitere Fällungen werden peu à peu aus Gründen der Verkehrssicherungspflicht erfolgen. An vielen Stellen ist der bestehende Trampelpfad nicht einmal einen halben Meter breit. Die Mindestbreite für einen baulichen Radweg beträgt 1,50m. Da ein zweispuriger schneller Radweg entstehen soll, muss mit der doppelten Breite gerechnet werden. Man kann sich gut vorstellen, wie viele Bäume dafür weichen müssen.

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Für den Eisvogel, der überhängende Äste als Ansitz für den Fischfang braucht, wäre hier wegen der notwendigen Baumfällungen kein Platz mehr.

Die Auswirkungen betreffen nicht nur die dortige Vogelwelt, darunter den Eisvogel, sondern auch die AnwohnerInnen des Schmidtstedter Ufers und des Krämpferufers. Weniger Bäume bieten auch entsprechend weniger Lärmschutz gegenüber der Stauffenbergallee, einer der meist befahrenen Straßen Erfurts. Die Funktion des Flutgrabens im Biotopverbund als grüne Achse Erfurts wird in ganz beträchtlichem Maße geschmälert.

Nicht zuletzt verlieren wir eine weitere Möglichkeit naturgebundener Erholung. Wer mag schon entlang eines schnellen Radweges spazieren gehen oder Waldi Gassi führen wollen?

Um die "Zugänglichkeit" und "Erlebbarkeit" für die Bewohner des Umfeldes zu verbessern, könnten einige zusätzliche Auf- und Abgänge geschaffen werden. Anstelle mit Gewalt ein breites Asphaltband in den Flutgraben zu zwängen, plädieren wir dafür, mit der Umsetzung der dringlichsten Maßnahmen des Radverkehrskonzeptes zu beginnen. Dem Flutgraben aber sollte seine primäre Funktion als Hochwasserschutzanlage gelassen werden, die Nebennutzungen als Biotopverbund und naturgebundene Erholungsmöglichkeit ergeben sich dadurch fast von selbst.

Yvonne Schneemann

 

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Lebendige Bäche in Erfurt

 

Position des NABU Erfurt zu den Gewässerunterhaltungsmaßnahmen in Kerspleben (Dez. 2016)

 

Im „Masterplan Grün“ der Stadtverwaltung Erfurt (Teil des Landschaftsplans) heißt es unter Punkt 4.1.2 Gewässer:

"Die Gewässer 2. Ordnung zählen … zu den ökologisch wertvollsten Bereichen in Erfurt."

Als eines der Ziele wird genannt:

"Fließgewässer ökologisch aufwerten (Verbesserung der Gewässerstruktur) und als grüne Lebensadern entwickeln".

Und so wie auf den beiden nachfolgenden Fotos sieht das dann am Linderbach in Kerspleben in der Praxis aus.

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Das Bachbett wurde vertieft und verbreitert.

Die Kleinlebewesen in dem Gewässer wurden dabei fast komplett ausgeräumt.

Die vorher noch zum Teil vorhandende natürliche Gewässerstruktur wurde beseitigt.

Bäume und Sträucher wurden rigoros abgeholzt.


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Übrig geblieben ist ein ziemlich lebloser Kanal.

Kein Ansitz über dem Wasser für den Eisvogel ist mehr da.

Keine Ufersteine für die Gebirgsstelze und andere Vögel.

Inseln und Flachstellen fehlen.

Die Baumkronen wurden stark gelichtet oder sind ganz weg.

Die Vögel haben sich merklich zurückgezogen.


Eisvogel
  Eisvogel      © Peashooter / PIXELIO

 

Sollen so die "grünen Lebensadern" aussehen?

Wollen wir tote Kanäle statt lebendige Wasserläufe in unserem Wohnumfeld?

Der NABU Erfurt fordert, die Natur an unseren Flüssen und Bächen zu bewahren - im Sinne der Menschen und im Sinne der Tier- und Pflanzenwelt.

Am 11.01.2017 fand in Kerspleben vor Ort ein Treffen der Vorstandsmitglieder des NABU Erfurt Martin Schmidt und Bernd Krüger mit Frau Albrecht, Abt. Gewässerunterhaltung des Garten- und Friedhofsamtes, Herrn Dr. Bößneck, Abt. Naturschutz- und Landschaftspflege des Umwelt- und Naturschutzamtes sowie dem Ortsteilbürgermeister, Herrn Henkel statt.

Es wurden für das Frühjahr 2017 Nachpflanzungen von Bäumen und Sträuchern in den betreffenden Uferbereichen angekündigt. Auf Maßnahmen zur Verbesserung der Gewässerstruktur konnte sich nicht verständigt werden. Für die Feinplanung des Hochwasserschutzkonzeptes im Bereich Azmannsdorf/Kerspleben wurde die Beteiligung des NABU Erfurt in Aussicht gestellt.

Im Mai 2017 wurden 10 Apfelbäume nachgepflanzt, alte Sorten. Das ist zu begrüßen. Dennoch kann der langfristige Schaden an der Natur, der das Fließgewässer als Lebensraum betrifft, damit nicht ausgeglichen werden.

Bernd Krüger

 

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